Liebe ist ein Klischee

Ich hätte mich nicht als Romantiker bezeichnet. Pärchen, die sich in der Öffentlichkeit begrabbeln, finde ich fast genauso furchtbar, wie Pärchen, die sich alberne Spitznamen geben.

Kitsch empfand ich als abstoßend und wenn sich in meinen Krimi eine Liebesbeziehung schmuggelte, verdrehte ich gerne mal die Augen.

Bis… bis ich mich selbst verliebt habe. Und dieses Gefühl erwidert wurde. Plötzlich war es gar nicht mehr so furchtbar einem Pärchen im Bus zu begegnen. Wenn ich mich früher über Pärchen beschwert hatte, die nur im Doppelpack anzutreffen sind, frage ich nun selbst, ob ich meinen Freund mitbringen darf.

Meinen Freund. So richtig begreifen, kann ich das wohl immer noch nicht. Genauso wenig wie mein dämliches Lächeln, wenn er mir einen peinlichen Spitznamen gibt. Statt mich über kitschige Sätze in Büchern zu ärgern, triefen meine Nachrichten mittlerweile davon.

Und irgendwie ist das ja alles doch gar nicht so schlimm.

Und vielleicht, vielleicht ist Liebe einfach ein bisschen kitschig.

Bildquelle: Pixabay

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